Kurz nachdem unsere Reisen nach der „Coronapause“ wieder starten konnten, hat Els van der Drit Urlaub mit Rad und Schiff gemacht. Die Reise führte sie von Brügge nach Amsterdam. Sie arbeitet im Gesundheitswesen und die ersten Corona-Monate waren für sie besonders intensiv. Darum ist Els urlaubsreif, aber welche Möglichkeiten bleiben ihr in dieser Ausnahmesituation?

Ins Flugzeug steigen und Strandurlaub machen? Dazu habe ich keine Lust. Dann fällt mein Blick auf eine Anzeige von Boat Bike Tours – eine Woche mit Rad- und Schiff von Brügge nach Amsterdam. Aber was erwartet mich da? Corona ist schließlich noch nicht aus der Welt. Nach einem Gespräch mit meinem Arbeitgeber, der möchte, dass ich gesund zurückkomme, und nach einer netten telefonischen Erklärung eines Mitarbeiters von Boat Bike Tours habe ich mich entschieden, mitzufahren. Ich lasse mich überraschen!


Herzliche Begrüßung – ohne Händeschütteln

An einem sonnigen Samstag im Juli betrete ich das Schiff Fluvius mit einem etwas mulmigen Gefühl. Sofort wird mir jedoch klar, dass hier viel harte Arbeit geleistet wurde, um die offiziellen Coronamaßnahmen einzuhalten. Ich werde von der Besatzung herzlich begrüßt, aber das Händeschütteln lassen wir sein. Dann beziehe ich meine eigene Kabine.

Überall auf dem Schiff sind Laufrouten angegeben und deutlich sichtbare Schilder mit Hygieneanweisungen angebracht. Bei den Tischen und an der Bar sind Schutzscheiben angebracht. Die Besatzung trägt Mundmasken und Handschuhe, und das Frühstück wird nicht mehr als Buffet sondern am Tisch serviert.

Abstand halten

Im Laufe des Nachmittags trudeln meine Mitreisenden ein. Wegen Corona ist die Gruppe kleiner und es sind nur deutsche und niederländische Gäste. Nachdem sich die Besatzung und der Kapitän vorgestellt haben, gibt es ein köstliches Abendessen mit 3 Gängen. Anschließend folgt die erste Besprechung. Reiseleiterin Corrie erklärt uns das Programm der Woche. Sie weist uns auch auf die eineinhalb Meter Abstand hin, die eingehalten werden müssen und erklärt uns, wie damit auf dem Schiff und bei den Radtouren, bei Spaziergängen und in den Pausen umgegangen wird. Das Tragen einer Mundschutzmaske ist auf dem Schiff und in den (belgischen) Kneipen und Geschäften obligatorisch. Daran muss ich mich erst gewöhnen! Nach der Einführung unternehmen wir einen angenehmen Abendspaziergang durch das schöne Brügge.

Überraschungen und Herausforderungen

Was folgt, ist eine Woche voller Überraschungen und Herausforderungen. In täglichen Etappen radeln wir über Gent, Dendermonde, Tholen, Dordrecht, Kinderdijk und Vianen zurück nach Amsterdam. Überrascht bin ich von der Schönheit der Landschaften, den Gärten voller Blumen und auch von der Geschichte der Orte, die wir besuchen. Unsere Reiseleiterin Corrie erklärt uns die Umgebung sehr anschaulich. Die Herausforderung besteht darin, gemeinsam in einer Reihe zu fahren und so auch die Fähren, Brücken und Fahrradtunnel zu meistern. Corrie sorgt aber immer dafür, dass wir uns beim Radfahren durch die Innenstadt nicht aus den Augen verlieren.

Gemütlich und gesellig

Jeden Tag, wenn wir nach der Radtour wieder an Bord sind, steht Kaffee mit einigen Leckereien bereit. Die Mahlzeiten sind ausgezeichnet; wir werden gut versorgt! Die gemeinschaftliche Atmosphäre auf dem Schiff ist gemütlich und gesellig. Ich bin erstaunt, wie sehr man in einer Woche als Gruppe zusammenwachsen kann. Und dann ist plötzlich wieder alles vorbei, und wir liegen in Amsterdam, meinem Heimathafen, vor Anker und verabschieden uns.

Auch dabei geben wir uns nicht die Hand, sondern tauschen liebe Worte und unsere Adressen aus. Ich möchte allen danken, die mitgefahren sind. Es hat mir Spaß gemacht. Und ich hoffe auf ein baldiges Wiedersehen!

 

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