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Fred erinnert sich noch ganz genau an das Datum: Es ist der 7. Mai 2016, als er in Amsterdam wieder einmal an Bord der Gandalf geht. Als Reiseleiter begleitet er eine Gruppe von Gästen auf unserer Hansetour – seine Lieblingsstrecke. Was er zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnt: Diese Reise wird sein Leben verändern. Fred erzählt, wie die Gandalf für ihn zum „Love Boat“ wurde:

„Beim Einschiffen am Samstag habe ich Kristine zum ersten Mal getroffen. Eine waschechte Amsterdamerin lieferte sie mit den Worten „Pass‘ gut auf sie auf“ auf dem Schiff ab. Kristine war zusammen mit ihrer Freundin Linda aus Kanada angereist und als sie ihren niederländischen Nachnamen mit einem englischen Akzent aussprach, konnte ich mir eine lustige Bemerkung nicht verkneifen. Damit war das Eis gebrochen.

Niederländische Familie

Wie sich herausstellte, war Kristine als Baby von einer Familie niederländischer Auswanderer adoptiert worden und ist so an ihren Nachnamen gekommen. Weil Ihr Vater vor nicht allzu langer Zeit gestorben war, wollte sie gerne seine Heimat besuchen. Sie war vor dieser Reise zwar schon öfter in den Niederlanden gewesen, allerdings noch nie mit Fahrrad und Schiff.

Im Laufe der Woche führte uns die Reise von Wijk bij Duurstede über Zutphen und Deventer bis nach Kampen, wo wir am Mittwoch einen Stadtrundgang unternahmen. Mit der ganzen Gruppe landeten wir schließlich auf der Feier zum 150-jährigen Jubiläum des Stadttheaters (Das ist wieder eine Geschichte für sich!). Als wir wieder zurück auf dem Schiff waren, stellt sich heraus, dass jemand seine Brille auf der Party vergessen hatte. Weil die Veranstaltung eine halbe Stunde später zu Ende sein sollte, mussten wir uns sehr beeilen, um die Brille noch rechtzeitig wiederzubekommen. Ich brauche glaube ich nicht zu erklären, wer dieser vergessliche „jemand“ war…


Ein langer Abend zu Zweit

Wieder zurück auf dem Schiff war erst einmal ein Glas Wein fällig, um auf die gelungene „Rettungsaktion“ anzustoßen. Bei lauschiger Musik haben wir uns noch bis Mitternacht unterhalten, während alle anderen schon längst in den Federn lagen.

Hans Petrus, der Kapitän der Gandalf, war so nett, in Spakenburg noch eine Tante und einen Onkel von Kristine an Bord einzuladen. Kris hat es sehr genossen, auf diese Weise noch einige ihrer niederländischen Verwandten kennenzulernen. Als Dank für die nette Geste wollte sie gerne eine Flasche „Schippersbitter“, ein Getränk, das auf der Gandalf regelmäßig ausgeschenkt wurde, für Hans kaufen.


Und noch ein unvergesslicher Abend

Nachdem wir in Freitag wieder in Amsterdam angelegt hatten, mussten wir also unbedingt einen Spirituosenhandel ausfindig machen. Damit Kristine sich nicht komplett in Amsterdam verirren konnte, bin ich als „privater Reiseleiter“ mit ihr zusammen in Richtung Innenstadt geradelt. Und auf dem Rückweg beschlossen wir kurzerhand, uns noch einen Wein auf der Terrasse von „Hanneke’s Boom“ ganz in der Nähe des Schiffes zu genehmigen.

Nach dem Abendessen am Freitag war das offizielle Programm der Tour abgeschlossen und die meisten Gäste waren nicht mehr fit genug um anschließend noch die Innenstadt von Amsterdam unsicher zu machen. Also machte ich mich nur mit Kristine und ihrer Freundin Linda auf zum Lokal „De Ooievaar“ am Zeedijk. Ein toller Ort, um eine tolle Woche abzuschließen. Es wurde natürlich ein unvergesslicher Abend….


Abschied in Paris

Wie der Zufall es wollte, mussten Kristine und ich am nächsten Tag mit dem Thalys nach Paris. Ich sollte von dort aus meine nächste Rad- und Schiffsreise starten, und Kristine wollte einige Freunde besuchen. Aus der Idee, gemeinsam zu reisen, wurde nichts. Mein Zug ging nämlich eine Stunde früher. Darum wartete ich am Bahnhof Pais Nord auf Kris, um sie noch einmal kurz zu sehen. Und bei genauerem Nachdenken war es auch eine gute Idee, E-Mail-Adressen auszutauschen. Nach einer Umarmung auf dem Bahnsteig sagte sie zum Abschied noch: „Komm vorbei, wenn du mal in Vancouver bist. Dann gehen wir zusammen was essen.“

Auf nach Kanada

Es ist sehr unwahrscheinlich, dass es einen einfachen Fahrrad-Reiseleiter rein zufällig nach Vancouver verschlägt. Aber nachdem wir eine Woche lang hin und her gemailt hatten, habe ich mein Glück doch gewagt und ein Flugticket gekauft. So bin ich am 19. Juli 2016 nach Vancouver geflogen. Wir hatten eine großartige Woche zusammen. So großartig, dass ich nach dem Ende meiner Reisesaison wieder auf den Weg nach British Columbia gemacht und dort meinen ersten Winter verbracht habe. Seitdem wohne ich den Winter über in Vancouver, und sobald im Frühling die Tulpentouren von Boat Bike Tours starten, bin ich wieder mit von der Partie.


„Happy End“ mit Hochzeit

Es ist natürlich ein ziemlich großer Schritt, sein eigenes Land zu verlassen. Und es geht nichts über die Fahrradwege zu Hause in den Niederlanden. Aber das Leben ist mehr als nur Fahrrad fahren. Darum haben wir uns entschieden, zusammen zu bleiben und das vor Kurzem mit dem Ja-Wort besiegelt: Am 14. August 2020 haben wir geheiratet. Es war ziemlich kompliziert, das mit allen geltenden Corona-Einschränkungen auf die Beine zu stellen. Aber es hat geklappt. Es war ein großartiges Fest und ein schöner Tag, den wir doch noch mit einer kleinen Gruppe von Freunden feiern konnten. Und zur Krönung sind wir am Valentinstag 2021 genau ein halbes Jahr verheiratet!

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