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Kennen Sie Schokland? Dann wird es höchste Zeit, finden wir! Dieser kleine Ort in der niederländischen Provinz Flevoland hat nämlich nicht nur eine kuriose Geschichte, sondern ist auch ein besonders malerisches Ausflugsziel.

Es ist kaum 100 Jahre her, dass die Bewohner von Schokland noch Widerstand gegen die Fluten der Nordsee leisteten. Heute gibt es weit und breit keine Spur mehr von den einst wogenden Wellen: Durch Landgewinnung ist die ehemalige Insel jetzt von fruchtbaren Wiesen und Äckern umgeben und liegt buchstäblich auf dem Trockenen!

In dieser idyllischen, grünen Landschaft brüten zahlreiche Wiesenvögel, während im noch jungen Wald Schokkerbos Bussarde, Sperber und Waldohreulen ihre Rufe ertönen lassen. Schon wenn Sie sich Schokland nähern, können Sie erahnen, dass der Ort früher eine Insel war, denn er ragt ein wenig aus der ansonsten flachen Landschaft heraus. Und wo sonst können Sie einen Leuchtturm und einen Hafen besichtigen, die rundum von Feldern umgeben sind?

Hier finden Sie unsere fünf Gründe, warum Schokland auf alle Fälle einen Besuch wert ist!

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1. Die erste UNESCO-Welterbestätte in den Niederlanden

Hätten Sie es gewusst? Schokland war der erste Ort in den Niederlanden, der einen Platz auf der Welterbe-Liste der UNESCO ergatterte. Schon seit 1995 steht die ehemalige Insel auf der begehrten Liste, lange vor den berühmten Grachten von Amsterdam, die das Prädikat „Welterbe“ erst im Jahr 2010 erhielten. Der Grund, warum Schokland den renommierten Titel erhielt, liegt unter der Erde: Hier befinden sich archäologische Spuren menschlicher Siedlungen, die bis zu 10.000 Jahre alt sind.

„Schokland, 2014“ von bert knottenbeld, lizenziert unter CC BY 2.0

2. Ein Symbol für den Kampf mit dem Wasser

Schokland ist ein Symbol für den jahrhundertealten Kampf der Niederländer gegen das Wasser. Vor dem Bau des Abschlussdeiches in den 1930er-Jahren war Schokland eine kleine Insel in der Nordsee. Durch den Torfboden sackte die Insel ab und die Uferlinie wurde langsam aber sicher weggespült. Die Bewohner versuchten mit aller Macht, ihre geliebte Insel zu retten. Bis heute können Sie sehen, wo sich die Holzwände und Deiche befanden, die Schokland vor dem Untergang bewahren sollten. Die Lage war lange Zeit so dramatisch, dass König Willem III. den Einwohnern im Jahr 1859 anordnete, ihre Häuser abzureißen und auf dem Festland neu zu errichten. Die Trockenlegung des Nordostpolders hat Schokland schließlich davor gerettet, in den Fluten zu versinken.

3. Ein Leuchtturm mitten auf dem Polder

Wenn Sie mit dem Fahrrad durch Schokland fahren, begegnen Ihnen unterwegs einige besondere Zeugen der Inselvergangenheit. Das Museum Schokland befindet sich auf dem alten Siedlungshügel. Hier finden Sie auch eine Kirche und Holzhäuser in Blau und Grün. An der Nordspitze von Schokland gibt es sogar noch einen Leuchtturm mit einer Dienstwohnung. Ein wirklich kurioser Anblick, so mitten im Polder! Im Süden von Schokland liegen die rekonstruierten Hafenmolen. Können Sie sich die vielen Schiffe vorstellen, die hier früher angelegt waren? Ein rund 4 Kilometer langer Rad- und Wanderweg folgt den Konturen der ehemaligen Insel und führt Sie durch die Geschichte dieses besonderen Ortes.

4. Schokland steckt voller Bodenschätze

Schokland ist ein archäologisches Kulturdenkmal. Weil das Gebiet rund um die Insel lange Zeit unter Wasser stand, ist der Boden praktisch unberührt geblieben. Zum Beispiel fanden Archäologen hier Fußabdrücke eines Erwachsenen und eines Kindes, die ganze 4.000 Jahre alt sind. Diese Abdrücke können Sie im Museum Schokland besichtigen. Außerdem wurden hier auch Überreste von Häusern und Gräbern mit Skeletten gefunden. Die ersten Bewohner von Schokland lebten zwischen den pelzigen Mammuts in der Eiszeit, so weit geht die Geschichte zurück! Erst viel später, im Laufe des Mittelalters, wurde das Land von der Nordsee überspült und es entstand die Bucht Zuiderzee, die von den Watteninseln bis nach Amsterdam reichte. Mit der Einpolderung und der Trockenlegung weiter Landstriche gab die Zuiderzee dann wieder viele Schätze preis, die über Jahrhunderte auf dem Meeresgrund bewahrt geblieben waren.

5. Ein wilder Wald, umgeben von Feldern

Nach der Entstehung des Nordostpolders wurde der größte Teil der Fläche für die Landwirtschaft genutzt. Deshalb ist der Wald bei Schokland, der Schokkerbos, so auffällig. Der Boden, der an dieser Stelle aus Ton, eiszeitlichem Geschiebelehm und Torf zusammengesetzt ist, eignet sich nicht für die landwirtschaftliche Nutzung. So kann die Natur hier ihren freien Lauf nehmen. Die ausgehobenen Gräben sind von Farnen und Moosen überwuchert. Es gibt Hunderte von Pilzarten, darunter einige sehr seltene. Mit etwas Glück können Radfahrer und Wanderer hier sogar ein Reh oder einen Baummarder erspähen. In der Nähe des Besucherzentrums De Gesteentetuin wurden Findlinge, zusammengetragen, die hier von den Gletschern der hinterlassen wurden.

Entdecken Sie Schokland mit Boat Bike Tours

Haben Sie Lust bekommen, Schokland zu besuchen? Boat Bike Tours steuert diesen besonderen Ort bei der Reise Sail & Bike IJsselmeer und Nationalparks (LINK) an. Sie überqueren das IJsselmeer (die frühere Zuiderzee) auf einem luxuriösen Segelschiff und besuchen sehenswerte Dörfer und Städte rund um dieses faszinierende Gewässer. Die Radtouren führen durch historische Orte und malerische Naturlandschaften wie den Nationalpark Weerribben. Sie möchten mehr erfahren? Schreiben Sie uns eine E-Mail und fragen Sie ausführliche Informationen an!

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